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Ammerländer Sportschau

Dschungelbuch in der Hössensporthalle   

In der rappelvollen Hössensporthalle in Westerstede erlebten die Zuschauer am vergangenen Sonntagnachmittag eine Ammerländer Sportschau der Extra-Klasse. Eigentlich hätte man bei dem schönen Herbstwetter ja einen erholsamen Waldspaziergang machen können, doch dann hätte man eine gelungene Veranstaltung verpasst. Westerstedes neuer Bürgermeister Rösner konnte gar nicht glauben, was die Sportgruppen so alles drauf hatten und Heino Hots als stellvertretender Landrat erfreute sich an den zahlreichen Zuschauern.

Monika Wiemken vom gastgebenden Kreissportbund hatte die angemeldeten 15 Gruppen gut aufgeteilt und pünktlich um 14:30 Uhr setzte die Startmusik mit van Halen und „Jump“ ein und nach einer kurzen Ansprache setzte die erste Gruppe Dancepower vom TuS Ocholt gleich ein Zeichen, hier tanzten Kinder mit Behinderung erstmals vor einem großen Publikum und sie machten ihre Sache toll und ernteten zum Abschluss kräftigen Applaus der auf alle Gesichter ein herzliches Strahlen zauberte.

Die Gruppe Out of Control vom TuS Ofen nahm den Schwung mit und erzählte eine Geschichte vom Skifahren, verpackt in tänzerische Elemente mit dem Start, dem Wettkampf und der Siegerehrung mit Pokal. Die Akrobatikgruppe des TV Metjendorf machte dann den mit Matten ausgelegten Hallenboden zum Turn- und Sprungbrett und zeigte zudem auch noch Elemente des Ropeskipping. Vom TV Apen kamen die jungen Tänzerinnen der Gruppe Attention und zeigten ihre Tanzkünste. Einradgruppen sind immer bei der Sportschau dabei, so auch dieses Mal mit den jungen Flitzern vom VfL Rastede. Sie rauschten durch die Halle als ob der Gleichgewichtssinn ausgeschaltet wäre und zeigten ihre Fahrkünste. In der nächsten Darbietung wurden gleich zwei Gruppen zu einem Vortrag zusammengelegt, die Dancation und Little Dancation vom SVE Wiefelstede zeigten Cheerleader-Elemente nach fetziger Musik. Zum Schlussakkord des ersten Teils wurde die Halle mit vielen Matten ausgelegt und dann wirbelte die Westerloyer Sportgruppe Confianza durch die Halle. Mit akrobatischen Showelementen und halsbrecherischen Flügen wurden die Zuschauer in den Bann gezogen und zu Guter Letzt kam dann die Kaffeepause zum richtigen Zeitpunkt, um die Spannung wieder etwas sacken zu lassen. Die fleißigen Helfer der TSG Westerstede hatten für eine reichhaltige Cafeteria gesorgt.

Nach der Pause versetzten dann die Paradinos vom TV Metjendorf mit ihrer Vorführung des Dschungelbuches die gerade gut erholten Gäste in eine andere Welt. Mogly und Co. sprangen über und miteinander, bauten Türme und gaben so der Geschichte viele Akrobatische Elemente. Dann durfte es wieder etwas ruhiger zugehen, die Gruppe Dancegirls vom TuS Ocholt zeigte einen Cliquentanz, bei dem sich zwei Gruppen verschiedener Tanzauffassungen schließlich doch versöhnten. Im hohen Alter noch Sport treiben? Ja, mit dem Seniorentanz. Die Tanzgruppe vom VfL Rastede hat eine Altersspanne von 55 bis 90 Jahre und durch die Liebe zur Musik und zum Tanz halten sich die Menschen im hohen Alter auf schonende Weise fit. Die Ekerner Einradgruppe vom heimischen TuS hatte sich wieder Mal ein tolles Motto einfallen lassen, sie rauschten auf ihren Rädern in Kimonos und Sonnenschirmchen im japanischen Stil durch die Halle. Selbst die Maskerade war entsprechend japanisch.

Das Thema Mobbing in einen Tanz zu verarbeiten vollbrachten die Dancestars vom TuS Ocholt. Aus tiefer Bekümmertheit wurde starkes Selbstbewusstsein. Die seilhüpfenden Ropeskipper vom SVE Wiefelstede sind eigentlich auch immer mit von der Partie und zeigen den Zuschauern gerne, was man alles mit diesen Hüpfseilen anstellen kann. Die Tanzgruppe Unknown vom TV Apen zeigte eine Hip-Hop Nummer als vorletzte Gruppe. Den Schlusspunkt setzen dann die Geräteturner vom VfL Rastede mit ihrem Schneeflockentanz im Schwarzlicht. Schemenhaft schlugen die Kinder ihre Salti um dann im letzten Akt  wie ein Schneegestöber zu Boden zu sinken. Zum Schluss kamen die Gruppen nochmal in der Halle zusammen, alle hatten einen immensen Aufwand  in Punkto Verkleidung, Choreographie und Training betrieben und der tosende Applaus war die richtige Belohnung für die vielen Trainingsstunden.

Fotos und Bericht: Axel Eickhorst, KSB Ammerland

Geschichte der Ammerländer Sportschau
– zusammengestellt von Hartmut Kröncke